Das Jahr 2015

Mitgliederversammlung 2015

Am Samstag, dem 14.11.2015 fand die diesjährige Mitgliederversammlung im Kump in Hallenberg statt. Nachdem alle Punkte der Tagesordnung abgehakt waren, hat die Diplombiologin Dr. Eva-Maria Müller-Rohm, als mögliche Dozentin für den Teil Botanik in der Kräuterpädagogischen Schulung 2017/18, einen sehr interessanten Vortrag gehalten zum Thema "Welche Herausforderungen stellen die winterlichen Bedingungen an die mitteleuropäische Flora?" Im Anschluß daran wurde das von den Vereinsmitgliedern zusammengestellte Buffet eröffnet. Wie immer gab es viele kleine Köstlichkeiten, deren Rezepte später ausgetauscht wurden und die bei anregenden und interessanten Gesprächen bis in den späten Nachmittag hinein verzehrt wurden.

Futterlaub und Burgruine

Mitglieder und Freunde der Garten-Route Eder Lahn Diemel besuchten am 12.09.2015 den Schneitelwald an der Burg in Hatzfeld.

Während der Exkursion in das obere Edertal wurden die Stadt Hatzfeld, die Emmaus-Kapelle, die Burg Hatzfeld und die kleine Kirche im Stadtteil Lindenhof besichtigt.

Informationen zur Emmaus-Kapelle gab Axel Marburg vom Geschichtsverein Hatzfeld der Besuchergruppe. In der im 12. Jahrhundert erbauten spätromantischen Pfeilerbasilika steht die Rindt-Orgel, die zu den ältesten Orgeln Hessens zählt. Für die Besucher spielte die Organistin Helga Schütt das Musikstück „Fantasia“ auf der reicht verzierten Orgel.

Auf der Burg wurden die Besucher vom Vorsitzenden Harald Gross des Vereins für Burg- und Heimatgeschichte Hatzfeld begrüßt. Der Vorsitzende informierte während eines Rundgangs über die Erhaltungsarbeiten an der Burgruine. Ein besonderes Augenmerk der Besucher galt dem von Heidi Gitschmann gepflegten Kräutergarten. Bei allen Pflanzen waren beschriftete Schiefertafeln aufgestellt.

Neben der Burganlage war der Hainbuchen-Schneitelwald zu sehen. Frank Röbert erklärte, dass der rund fünf Hektar große Schneitelwald durch das gezielte Handeln der Forstleute im 19. Jahrhundert als stadtnaher „Futterlaubwald“ entstand. Früher wurden Äste abgeschnitten, getrocknet und im Winter an das Vieh verfüttert. Heute erinnern einzelne Baumstümpfe noch an die ehemalige Waldnutzung.

Die kleinste Kirche Hessens im Stadtteil Lindenhof wurde von Herbert Becker vorgestellt. Die „junge Kirche aus altem Holz“ war einst der Getreidehochspeicher der Gemeinde Neukirchen. Das Zeugnis dörflicher Kultur sollte nicht dem Verfall preisgegeben werden und wurde Anfang der 1990er-Jahre zu einer Dorfkirche für Lindenhof umgewandelt.

Kräuter- und Beerenkränze wickeln und gestalten

Das war das Thema der Hallenberger Kräutergartenfreunde am Mittwoch, dem 2. September 2015.

Alle interessierten Kräuter- und Gartenfreunde aus Hallenberg und Umgebung waren dazu eingeladen. Die Veranstaltung fand im Kump in Hallenberg statt und wurde organisiert, vorbereitet und geleitet von Beate Müller. Sie hatte für reichlich Material gesorgt und dafür ihren Garten und die Gärten ihrer Freunde und Nachbarn geplündert. Auch einige Teilnehmer brachten Blumen und Kräuter mit. Zur Stärkung gab es leckeren Kuchen und verschiedene Getränke. So konnten ab 17:00 Uhr die zwölf Frauen, die der Einladung gefolgt waren, damit beginnen die schönsten Blumen- und Kräuterkränze zu wickeln. Wie man sieht, sind die selbstgemachten Kränze eine wunderschöne Herbstdekoration für die eigene Wohnung oder zum Verschenken.

Exkursion zum Kräuterkümpchen

Am Sonntag, dem 30. August 2015, machten die Teilnehmer des laufenden Schulungskurs zusammen mit der Dozentin Dr. Ina Vogelsang eine Exkursion zum Kräuterkümpchen. Auch jetzt im Frühherbst bietet sich der Lehrgarten an, zum Beispiel für einen Vortrag über diverse Kräuter im Rahmen einer Pädagogik / Didaktik-Schulungseinheit und natürlich auch für eine anregende Mittagspause.

30 Jahre NUA - Sommerfest mit Umweltmarkt

Großer Andrang herrschte auf dem Sommerfest, das die Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW (NUA) aus Anlass ihres 30-jährigen Bestehens am Sonntag, dem 30. August 2015 in Recklinghausen feierte. Viele tausend Besucherinnen und Besucher, nicht nur aus Recklinghausen, sondern aus ganz NRW waren gekommen, um sich auf dem Festgelände über die vielfältigen Möglichkeiten und Aktivitäten im Natur- und Umweltschutz zu informieren. Sehr viele meist langjährige Kooperationspartner der NUA wie Verbände, Vereine, Einrichtungen, Institutionen und Unternehmen mit Informations-, Aktions- und Verkaufsständen beteiligten sich am NUA-Sommerfest und präsentierten den Besucherinnen und Besuchern einen bunten Umweltmarkt. Auch unser Verein war mit einem Stand vertreten. Für diese und zukünftige Veranstaltungen wurden einheitlich grüne Polo-Shirts mit Aufdruck „Kräuterpädagogik in Westfalen e.V.“ angeschafft. Zunächst einmal nur für die Vereinsmitglieder, die an diesem Sonntag zum Einsatz kamen. Bei tropischen Temperaturen hat diese Standmannschaft auf dem schön mit Blumen und Blumenkränzen dekorierten Stand verschiedene Sorten Sirup zum Probieren ausgeschenkt und Kräuterstempel hergestellt; beides natürlich auch verkauft. Weiterhin wurden verschiedene Sorten Kräutertees, Kräutersalze, Räucherwerk, Liköre, Sirup und Kränze aus Kräutern verkauft und auf die vom Verein angebotene Kräuterpädagogische Schulung zum Wildkräuter- und Heilpflanzenpädagogen hingewiesen. Häufig wurde von den Besuchern nach Wildkräuterrezepten und nach geführten Kräuterwanderungen gefragt. Auch zeigten sich viele sehr interessiert an möglichen Heilanwendungen mit Kräutern.

Fazit: Ein gelungenes Sommerfest auf dem wir uns sehr gut präsentiert haben.

Fortbildung mit Dr. Rita Lüder 02.07.2015

Auch in diesem  Jahr ist es uns gelungen Dr. Rita Lüder für eine Fortbildungsveranstaltung unseres Vereins zu gewinnen.  Nachdem  im vergangenen Jahr die Doldenblütler auf dem Lehrplan standen, wurden in diesem Jahr in Hallenberg im Kump die Korbblütler unter die Lupe genommen. Nach einigen gemeinsamen Bestimmungsübungen mit dem Buch „Pflanzenbestimmung“ von Rita Lüder und später auch mit dem Schmeil –Fitschen hatten alle Teilnehmer verstanden worauf es ankam.

Gerade bei Korbblütlern ist es wichtig die Blüte zu „sezieren“ um die Anatomie der Blütenstände zu erkennen. Selbst kleinste Strukturen wie Spreublätter, Schnabel oder Pappus können helfen Arten zu unterscheiden. In besonders diffizilen Fällen, in denen zum Beispiel der Aufbau des Pappus artunterscheidend ist, kann auf die Frucht kaum verzichtet werden. Für den einen oder anderen Teilnehmer war es durchaus beruhigend zu erfahren, dass die Pflanzenbestimmung ein Weg mit Sackgassen und Umleitungen sein kann.

Wegen der hohen Temperaturen wurde mit Einverständnis der Teilnehmer auf eine ausgedehnte Exkursion verzichtet. Der angrenzende Lehr- und Schaukräutergarten das sogenannte Kräuterkümpchen bot nicht nur in den Pausen Raum zur Erholung und die Möglichkeit zum Gedankenaustausch, sondern hielt auch das ein oder andere Anschauungsexemplar bereit. Dank der großen Verbreitung und Artenvielfalt der Korbblütler, konnten im Schatten der Hallenberger Kirche noch abschließend Bestimmungsübungen durchgeführt werden.

Viele Anregungen und Tipps von Rita Lüder, auch zu anderen Pflanzen und Pflanzenfamilien, sowie zur Verwendung von Kräutern, regten die Teilnehmer immer wieder an Fragen zu stellen und auch eigene Erfahrungen auszutauschen. Als am späten Nachmittag die Veranstaltung zu Ende ging, waren sich alle einig, gemeinsam einen wirklich interessanten und lehrreichen Tag im Kump verbracht zu haben.

Wildrosenweg Rosenthal 17.06.2015

Alle, die Freude und Interesse an Wildrosen haben, waren von den Kräuter- und Gartenfreunden des Kräuterkümpchens Hallenberg eingeladen mit nach Rosenthal zu fahren. Dort wollte man den Wildrosenweg erkunden, der ebenso wie das Kräuterkümpchen zur „Garten Route Eder Lahn Diemel“ gehört. Die Gruppe wurde von Heidi Lay, eine der Initiatorinnen des Wildrosenweges und vom Bürgermeister von Rosenthal Hans Waßmuth begrüßt.

Da Rosenthal die Rosen sowohl im Namen als auch im Wappen führt, sieht man es dort als Verpflichtung an, dem Rückgang der Wildrosen entgegen zu wirken. Wildrosen sind die Urahnen der heutigen Rosen und sie sind ökologisch ausgesprochen wertvoll. Nicht nur während der Blütezeit, auch in den grauen Monaten des Jahres sind sie mit ihren leuchtenden Hagebutten eine Zierde.

Bei schönstem Sommerwetter zeigte der etwa 2,6 km lange Rundweg den Besuchern die Vielfalt der Wildrosen, ungefähr 60 verschiedene Sorten und auch einige Alte Rosen. Unterwegs erfuhren die Besucher von Frau Lay viel Wissenswertes zu Wildrosen und zur Anpflanzung und Pflege. Auch untereinander wurden viele Anregungen und Tipps ausgetauscht. Ein „extra Bonbon“ war der Besuch in einem privaten Garten am Rande des Wildrosenweges. Eine „offene Gartenpforte“ lud zur Besichtigung ein.

Am Ende des Rundweges waren sich alle einig, dass der Wildrosenweg wohl zu jeder Jahreszeit einen Spaziergang lohnt. Der wunderbare Nachmittag mit all den Wildrosen und Wildrosendüften nahm einen schönen Ausklang im Restaurant „Rosengarten“.

 

 

Kräuterkümpchen 03.06.2015

Kräuterfreunde Hallenberg
Kräuterfreunde Hallenberg

Um 17:00 Uhr trafen sich die Kräutergartenfreunde und einige andere interessierte Gäste im Kräuterkümpchen um sich einige Bewohner des Kräutergartens einmal etwas genauer anzusehen.

So wurde z.B.  die Gewöhnliche Wegwarte / Zichorie (Cichorium Intybus) vorgestellt. Sie wächst in Mitteleuropa häufig an Wegrändern.  Die Pflanze gehört zur Familie der Korbblütler. Die gerösteten Wurzeln der Zichorie können als Kaffeeersatz verwendet werden und dank der Vorbereitung einer der Kräuter- und Gartenfreunde  kamen die Anwesenden in den Genuss dieses Zichorienkaffees.

Weiterhin wurde der Echte Hopfen (Humulus lupulus), der Beinwell (Symphytum officinale) und der Rainfarn (Tanacetum vulgare) vorgestellt. Alle diese Pflanzen wachsen unter guter Pflege im Kräuterkümpchen.

Zu dem anschließend vorgestellten Lavendel (Lavandula officinalis) aus der Familie der Lippenblütler wurde den Teilnehmern zu selbstgebackenem Brot  eine besonders leckere Knoblauchbutter mit Lavendel gereicht.

Weiter ging es kulinarisch mit einem Möhrensalat mit Taubnessel-Topping. Die Weiße Taubnessel (Laminum album) gehört zur Familie der Lippenblütler. Alle waren überrascht, wie gut Taubnesseln blanchiert und mit etwas Öl,  Salz und Pfeffer schmecken. Auf dem Möhrensalat, dekoriert mit einigen Taubnesselblüten, war das Ganze auch ein wirklicher Augenschmaus.

Anschließend wurde die Ringelblume (Calendula officinalis) mit ihren vielen Anwendungsmöglichkeiten vorgestellt.  Ringelblumenöl, Ringelblumentinktur oder Ringelblumensalbe sind nur einige der Verwendungsmöglichkeiten. Es wurde auch eine selbst hergestellte Ringelblumensalbe herumgereicht und konnte ausprobiert werden.

Eine mit Kräutern angesetzte Bowle rundete den gemütlichen Spätnachmittag ab und alle Teilnehmer waren sich einig, ein paar interessante und angenehme Stunden im Kräuterkümpchen verbracht zu haben. Da noch viele weitere Kräuter dort wachsen, wird diese Veranstaltung sicher in den nächsten Jahren wieder stattfinden.

Kräuterfreunde Hallenberg
Kräuterfreunde Hallenberg
Kräuterfreunde Hallenberg