Tage der offenen Gärten und Parks 2025 im Kräutergarten am Kump – Trotz großer Hitze waren unsere Kräuterpädagogen mit einem interessanten Programm vor Ort und konnten begeistern.
Am Wochenende des 14. und 15. Juni 2025 beteiligte sich der Kräutergarten am Kump in Hallenberg an den Tagen der offenen Gärten und Parks des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Leider blieben die Besucherzahlen hinter den Erwartungen zurück – dennoch war das Engagement der beteiligten Vereinsmitglieder groß.
Samstag, 14. Juni: Große Hitze, wenige Gäste
Am Samstag war das Team mit vier Vereinsmitgliedern gut aufgestellt: Sabine Beckmann, Werner Martischius, Hiltrud Ludwig und Christa Schön waren vor Ort, um interessierte Gäste willkommen zu heißen. Es war vieles vorbereitet worden – von selbst gemachten Sirupen bis zu Spielangeboten für Kinder.
Allerdings war der Tag von großer Hitze geprägt: Bei über 30 Grad und mit zahlreichen Parallelveranstaltungen in der Umgebung (u.a. Schützenfeste) kamen leider nur wenige Besucherinnen und Besucher in den Garten. Das Team vor Ort präsentierte Brennnessel-, Holunder- und Löwenzahnsirup zur Verkostung. Kinder konnten malen oder sich an Holzspielen erfreuen – unterstützt von den Rangern.
Sonntag, 15. Juni: Die Arbeit hat sich gelohnt!
Am Sonntag war etwas mehr los. Besonders schön war z.B. der Besuch zweier Kinder am Morgen, die mit sichtbarer Freude buntes Kräutersalz im Mörser herstellten – unter anderem mit Blüten von Mauretanischer Malve und Taglilie.
Auch an diesem Tag waren wieder Holunder- und Brennnesselsirup im Angebot, letzterer sorgte bei vielen für Erstaunen über seinen angenehmen Geschmack. Im Laufe des Tages entwickelten sich gute Gespräche über die Verwendung von Heilpflanzen und die Arbeit des Vereins.
Kräuterpädagogen auf Fortbildungstour – Staufenberg als Anbaugebiet für Heilpflanzen
Die Wildkräuter- und Heilpflanzenpädagogen des Vereins Kräuterpädagogik in Westfalen e.V. mit Sitz in Hallenberg bilden sich ständig weiter.
Somit war es nur selbstverständlich, sich den Anbau von Heilpflanzen direkt vor Ort unter fachkundiger Leitung anzuschauen.
Zusammen mit der Dozentin und Pharmazeutin Frau Dr. Katharina Vogelsang (Gießen) reiste deswegen nun eine Gruppe von Interessierten aus dem Verein nach Staufenberg in Hessen, um sich dort die Flächen von Dieter Müller anzuschauen und sich aus erster Hand über den Anbau und die Besonderheiten der Verarbeitung zu informieren.
Insbesondere geht es beim Anbau von Heilpflanzen für den Verkauf um die Einhaltung von hohen Qualitätsstandards, um bestimmte Erntetageszeiten und besondere Hygienestandards, die höher sind als z. B. im sonstigen Lebensmittelbereich. So müssen z.B. Handschuhe bei der Ernte getragen werden oder Ringelblumen schon um 5 Uhr morgens geerntet werden, um einen möglichst hohen Inhaltstoffgehalt zu erzielen.
Neben der Besichtigung der Felder wurde von der Fortbildungsgruppe auch geübt, wieder einmal das eigene Wissen über Wildkräuter- und Heilpflanzen aufzufrischen. Es wurde viel geschaut, getastet, geduftet und die Pflanzenarten genau bestimmt.
Dabei wurden auch besondere Heilpflanzen gefunden, was für Kräuterpädagogen immer ein besonders Fortbildungshighlight ist.
Da Frau Dr. Katharina Vogelsang auch den aktuellen Kurs zur Ausbildung als Wildkräuter- und Heilpflanzenpädagoge in Hallenberg leitet, den der Verein schon seit vielen Jahren in Kooperation mit der VHS HSK durchführt, konnte die Dozentin mit der Gruppe auch aktuelle Themen aus der Ausbildung aufgreifen oder für die erfahrenen Teilnehmer auffrischen.
Eine spannende Veranstaltung im Kump in Hallenberg -Oxymelkurs im Mai 2025
Dieser Kurs fand in den Räumen des Hallenberger Kump statt. Mit 15 Teilnehmern war er gut besucht.
Das Thema Oxymel oder auch- Sauerhonig -rückt wieder zunehmend in das Interesse der Menschen.
Die Basis -Zutaten nämlich– Essig und Honig – sind seit der Antike bekannt, war doch die Verbreitung und die Anwendung des Getränkes hauptsächlich zu Heilzwecken doch zu damaliger Zeit weit verbreitet. Auch heute wird ein Getränk auf dieser Basis im Iran (damaligen Persien) getrunken.
Es wurde über die Heilkraft von Essig ( unerhitzt )und Honig (möglichst vom Imker aus der eigenen Region )berichtet, ebenso über die wichtigste Zutat, die Kräuter. Diese werden in den Sauerhonig eingelegt, um die wertvollen Inhaltstoffe zu extrahieren. Ob Wild,- Heil- oder Küchenkräutern, ob einzeln oder in einer Mixtur, Oxymel lässt sich über das gesamte Jahr ansetzen und steht in der Hausapotheke immer zur Verfügung.
Es ist vielseitig anzuwenden, als allgemeine Unterstützung der Gesundheit, zur Vorbeugung von Erkältungserscheinungen, Magen-Darm-Beschwerden etc. Aber auch als isotonisches Erfrischungsgetränk für Sportler mit Wasser vermischt, aber auch in einer Salatsoße oder dem Smoothie macht es sich gut. Und Kinder mögen es, es kann sehr hilfreich und unterstützend bei vielerlei kindlichen Beschwerden wirken. Wie war es bei Mary Poppins: mit einem kleinen bißchen Zucker/Honig schmeckt jede Medizin.
Nach dem theoretischen Teil wurden die teils mitgebrachten, teils auch aus dem Kräutergarten gesammelten Kräuter, zerkleinert, die Essig Honig Mischung angerührt und damit die bereit gestellten Gläser gefüllt. Jeden Tag etwas leicht geschwenkt, damit sich die Inhaltsstoffe besser auszuziehen dauert es 4 Wochen, bis das Getränk genutzt werden kann.
Eine einfache Herstellung, die gut in den täglichen Ablauf integriert werden kann und hilfreich für unsere Gesundheit ist.
Annerose Schmid
Kräuterpädagogin






























































